in her face oder die autorin ist tot

Wer war sie?
Warum war sie, so wie sie war?

War sie jemals sie?

 

Hey, hast du nicht Lust, ein Stück über Sarah Kane zu schreiben?

SARAH KANE?

Du kennst dich doch damit aus!

ICH HAB NOCH NIE EIN STÜCK VON IHR GELESEN.

Wie bitte?

ALSO, NAJA..

Egal. Aber du weißt doch, was mit ihr passiert ist, oder?

 

JA, DAS WEISS ICH.

Bitter, oder?

ÄHM.

Also, hast du jetzt Lust, ein Stück über Sarah Kane zu schreiben?

ALSO...

Weil du dich doch damit auskennst.

HÄH?

Diese Sache da... wegen der du letztes Jahr vier Wochen... äh, krank geschrieben warst.

HÄH?

Du weißt schon, wegen so... ja, also... eher so psychisch...

WAS MACHT DEIN ZEIGEFINGER DA, WORAUF ZEIGT DER?

Na, du weißt schon.

JA, ICH WEISS SCHON. EHER SO PSYCHISCH.

 

IN HER FACE ODER DIE AUTORIN IST TOT ist eine Stückentwicklung von AKGÜN/SCHASSNER/ZEHAF, die sich zum einen mit der Rezeptionsgeschichte der britischen Dramatikerin Sarah Kane und zum anderen mit Depression beschäftigt. Das Stück fragt danach, inwieweit es überhaupt möglich ist, über Sarah Kane und ihre Stücke zu sprechen, ohne ihre persönliche Geschichte zu beurteilen, zu vermarkten und sich selbst dazu zu positionieren. Finden wir Sarah Kanes Stücke nur so faszinierend, weil wir über sie wissen, was die Welt wollte, das wir über sie wissen? Und das Stück zeigt: Eine Autorin, die versucht, die Geschichte einer anderen zu erzählen, ohne dabei in ihrer eigenen verloren zu gehen.

VON Hannah Schassner/Léa Zehaf/Antigone Akgün

MIT Antigone Akgün & Léa Zehaf

REGIE Hannah Schassner

DRAMATURGIE Julius Ohlemann

KOSTÜM Marijke Wehrmann

BÜHNE Anna Hasche

SOUNDDESIGN Thomas Buchenauer

FOTOS Christian Schuller

TECHNIK Nina Koempel

ASSISTENZ Emily Hirsch


 TRIGGERWARNUNG: Diese Inszenierung behandelt Themen sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt und Suizid. Dies kann von einigen Zuschauer*innen als beklemmend empfunden werden.